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Gesundheitliche Schäden durch Kochen am offenen Feuer sind ein weltweites Problem. Die Welt-Gesundheitsorganisation WHO schätzt, dass heute noch fast drei Milliarden Menschen ihr Essen am offenen Feuer oder unzureichenden Öfen zubereiten. Laut WHO steht der Qualm der Kochfeuer an fünfter Stelle der Gesundheitsrisiken in Entwicklungsländern.

Das Problem wächst weiter: Laut der International Energy Agency IAE werden im Jahre 2030 weitere 100 Millionen Menschen in traditioneller Weise Biomasse verfeuern. Darüber hinaus weist IEA auch auf das riesige Potenzial zur Energieeinsparung und CO2-Reduktion durch die Verbreitung effizienterer Öfen hin.

Die Ofenmacher sind Partner in der Partnership for Clean Indoor Air (PCIA), deren Mitglieder weltweit tätig sind:
"More than 350 public and private organizations have joined the Partnership for Clean Indoor Air and are contributing their resources and expertise to improve health, livelihood, and quality of life by reducing exposure to indoor air pollution, primarily among women and children, from household energy use."

Die im Jahre 2011 gegründete Global Alliance for Clean Cookstoves (GACC) hat sich zum Ziel gesetzt, 100 Millionen Haushalte bis zum Jahre 2020 mit rauchfreien Küchenöfen zu versorgen:
"The Global Alliance for Clean Cookstoves seeks to mobilize high-level national and donor commitments towards the goal of universal adoption of clean cookstoves and fuels. Its ambitious but achievable goal is to foster the adoption of clean cookstoves and fuels in 100 million households by 2020. The Alliance is mobilizing support from a wide range of private, public, and non-profit stakeholders."

"Igniting Change", Strategie-Papier der GACC vom November 2011

Die Ofenmacher sind als Implementer bei der Global Alliance for Clean Cookstoves registriert.

Im Juni 2012 schloss sich die PCIA der GACC an.

 

Forum

Ein interessantes Forum für alle, die auf dem Gebiet tätig sind oder sich dafür interessieren, ist Smoke in the Kitchen:  "Dealing with the silent killer in the kitchen and black carbon".

 

CAPS: Cooking and Pneumonia Study (The Malawi Project)

Eine Initiative zur Vermeidung von Lungenentzündung bei Kindern unter 5 Jahren in Malawi
Malawi Projekt: latest news

 

Veröffentlichungen

Die gesundheitlichen Auswirkungen des Kochens am offenen Feuer sind wissenschaftlich nachweisbar. Das Problem ist nicht auf Nepal beschränkt. Hier finden Sie eine Auswahl aus einer Vielzahl von Arbeiten, die dies belegen.

Indoor air pollution from biomass fuel smoke is a major health concern in the developing world

Childhood asthma and indoor woodsmoke from cooking in Guatemala

Household Air Pollution from Coal and Biomass Fuels in China

Relationship of pulmonary function among women and children to indoor air pollution from biomass use in rural Ecuador

Chronic Bronchitis in Women Using Solid Biomass Fuel in Rural Peshawar, Pakistan

Child pneumonia in Nepal: Eine Studie in Nepal zeigt, dass von vier Brennstoffen - Elektrizität, Biomasse, Gas und Kerosin - Kerosin, gefolgt von Biomasse, mit den höchsten Raten an kindlicher Lungenentzündung verbunden sind.

Veröffentlichungen über die Auswirkungen von Rauch auf die kindliche Entwicklung

Adverse pregnancy outcomes in Nigeria: Eine Studie in Nigeria verglich Frauen, die Kerosin oder Biomasse zum Kochen verwenden mit solchen, die Äthanol benutzen. Die zweite Gruppe gebar im Schnitt eine Woche später und die Kinder waren durchschnittlich 88 Gramm schwerer.
Low birthweights in India: Eine Studie an Frauen in städtischen und ländlichen Gebieten in Indien fand ein um durchschnittlich 70 Gramm reduziertes Geburtsgewicht bei Kindern, deren Mütter Biomasse-Abgasen ausgesetzt waren als bei solchen, die mit Flüssiggas kochten.
Brain development: Ein UNICEF Report berichtet, dass weltweit ungefähr 17 Millionen Kinder der Gefahr reduzierter Hirnentwicklung und erhöhter Schädigung des Hirns ausgesetzt sind, weil sie in Gebieten mit schlechter Luftqualität leben.
Low birthweights in London: Eine Studie in London fand, dass Langzeit-Exposition mit PM2.5 während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit, Kinder mit geringem Geburtsgewicht zu bekommen, um 6% erhöht.

Weiterhin veröffentlichte die GBD MAPS Working Group einen Bericht über Burden of Disease Attributable to Major Air Pollution Sources in India. Die Untersuchung zeigt, dass in Indien 2015 die in den Haushalten verbrannte Biomasse mit 23,9% aller Emissionen den größten Anteil zur Erzeugung von PM2.5 beitrug.